Über mich und unser Team


Mein Name ist Anna Finkbeiner, ich bin Forstingenieurin (FH Rottenburg) und habe meine Leidenschaft für den Wald zu meinem Beruf gemacht. Nach meinem Studium begann ich meine Karriere im Holzhandel und Holzexport. Durch meine polnischen Sprachkenntnisse konnte ich direkt nach den schweren Stürmen in Polen tätig werden, bevor es in Deutschland mit der Borkenkäferkalamität weiterging. Diese intensiven Erfahrungen haben mich geprägt und meinen Blick auf die Forstwirtschaft geschärft.

Während der Kalamität habe ich sehr eng mit privaten Waldbesitzern zusammengearbeitet und ihre Sorgen und Probleme hautnah kennengelernt. Ich habe gesehen, mit welchen Herausforderungen sie kämpfen – wirtschaftlich, organisatorisch und emotional. Das war einer der Gründe, warum ich die „Seiten wechseln“ wollte.

Den klassischen Weg nach dem Studium – als Revierleiter in einer festen Stelle bis zur Rente – wollte ich bewusst nicht gehen. Ich wollte verschiedene Betriebe, Bestände und Strukturen kennenlernen, statt jahrzehntelang an einem einzigen Standort zu bleiben. Diese Vielfalt an Erfahrungen hat mir ein breites Wissen vermittelt und ermöglicht mir, flexible, praxisnahe Lösungen für unterschiedliche Waldbesitzer und Forstbetriebe zu entwickeln.

2022 habe ich mein eigenes Forstunternehmen gegründet. Heute arbeite ich mit einem starken Netzwerk aus vielen kleinen Forstunternehmen, mit denen wir ein komplettes Dienstleistungsangebot im Forstbereich abdecken – vom Holzeinschlag über die Vermarktung bis zur Wiederaufforstung.

Als ein kreativer Mensch habe ich meine alte Arbeitsstelle gekündigt, um mich auf Wiederaufforstungsprojekte und nachhaltige Forstwirtschaft zu konzentrieren. Es ist mir wichtig, etwas zu schaffen, das Bestand hat – für die Natur, den Klimaschutz und für die Menschen, die mit dem Wald leben und arbeiten.

Dabei ist mir die wirtschaftliche Bedeutung des Waldes genauso wichtig wie der ökologische Aspekt. Trotz der oft scharfen öffentlichen Kritik an der Nutzung des Waldes darf der wirtschaftliche Faktor nicht verloren gehen – denn der Wald ist der Ort, an dem der einzige klimaneutrale Rohstoff in großen Mengen wächst. Eine nachhaltige Forstwirtschaft kann nur bestehen, wenn Ökologie und Ökonomie im Einklang stehen.

Privat verbringe ich gerne Zeit im Wald, nicht nur beruflich, sondern auch als Jägerin. Die Verbindung zur Natur, die Ruhe und das Verständnis für das Ökosystem sind für mich ein zentraler Ausgleich und eine Quelle der Inspiration.

Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Ihnen Projekte zu realisieren, die sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch nachhaltig sind.